aktuelle Seite >> Stadttauben

Verwilderte Tauben in Innenstädten - Friedenssymbole oder Plagegeister?

Geschwächte, abgemagerte, zum Teil mit verletzten und verkrüppelten Beinen, ständig nach Futter suchende Tiere ...wer kennt nicht diesen Anblick von Stadttauben. Wie kann man Tierschutz, Gebäudeschutz und öffentliche Interessen unter einen Hut bringen? Ein Lösungsvorschlag, der schon in anderen Städten mit positiven Ergebnissen durchgeführt wurde, ist die Errichtung von betreuten Taubenschlägen und -häusern. Diese Taubenschläge und -häuser werden dort durch ehrenamtliche Tierschützer betreut. Durch regelmäßige Fütterung werden die Tauben an diese Standorte gewöhnt und gebunden. Diese kontrollierte Fütterung führt dazu, dass die Tauben nicht mehr in den Innenstädten nach Futter suchen und betteln, ihr Allgemeinzustand wird verbessert, wodurch ihre Krankheitsanfälligkeit gesenkt wird. Außerhalb der Taubenschläge ist ein Fütterungsverbot streng einzuhalten. Dadurch, dass die Tauben nun einen Heimatschlag haben, setzen sie auch dort ihren Kot ab, der dann von den Tierschützern regelmäßig entfernt wird. Dies führt zu einer starken Reduzierung der Kotverschmutzung in Innenstädten, die durch die Errichtung der Taubenschläge weniger von den Tauben aufgesucht werden. Auch eine tier(schutz)gerechte Populationsverringerung ist durch diese Taubenhäuser und -schläge möglich, indem man in den Gelegen die Taubeneier gegen Gipseier austauscht. So konnte in vielen Städten die Taubenanzahl im Laufe der Jahre stark reduziert werden.

Helma Göbel, unsere Stadttauben-Expertin, erreichen Sie per Email unter: goebel@tierheim-hanau.de

 

Externe Links zum Thema Stadttauben:

Wir danken Frank Wempe für die Zurverfügungstellung der Bleichstiftradierungen.

Folgend noch "ein bischen Frieden(staube)", Bilder Grit Treßelt:





 

 

© Tierschutzverein Hanau und Umgebung e.V. - 2015 - Wir sind Mitglied im Deutschen Tierschutzbund und Landestierschutzverband Hessen