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Wichtige Termine aus Tierschutzverein und Tierheim

  • Einmal im Monat findet der Tierheimstammtisch für unsere aktiven Mitglieder statt. Ort: Das Clubhaus, Parkpromenade 10 (Anfahrt über Kesselstädter Straße), 63454 Hanau. Nächster Termin: wird noch bekannt gegeben
  • In der Rubrik 'Gassigeher' finden Sie Informationen über unsere Gassigeher-Schulung.  Nächster Termin:  Anmeldungen für die Schulung im November sind ab sofort telefonisch im Tierheim unter der Rufnummer 06181/45 116 möglich. Max. Teilnehmerzahl: 10 Personen.
  • Der Termin für das nächste Treffen der Jugendgruppe wird noch bekannt gegeben.  In der Rubrik ´Jugendarbeit´finden Sie nähere Informationen.

Großzügige Spende sorgt für Überrraschung

Am 08.12.2018 konnten wir uns über eine großzügige Spende freuen, die von Rebecca und Jan Erik übergeben wurde.

Beide hatten die Idee, in ihrer Facebook-Gruppe Spenden für das Tierheim Hanau zu sammeln. Dabei kamen ca. 268 kg Futterspenden und unzählige Sachspenden zusammen.

Frau Dragoman, Leiterin des Tierheims Hanau, bedankte sich, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und des Vorstandes des Tierschutzvereins, für die Futter- und Sachspenden.


Teilnahme am Hanauer Weihnachtsmarkt 2018

Wie bereits in den vergangenen Jahren nahmen wir am diesjährigen Weihnachtsmarkt der Stadt Hanau teil.

Am 02.12.2018 konnten wir viele Tierfreunde an unserem Stand begrüßen und interessante Gespräche führen. Wir bedanken uns bei Allen, die dazu beigetragen haben, dass die Teilnahme am Weihnachtsmarkt wieder ein voller Erfolg für unsere Schützlinge wurde!


Hunde-Badetag 2018 im Lindenau-Bad

Der Tierschutzverein Hanau u. U. e. V. und das Tierheim Hanau waren auch in diesem Jahr wieder auf dem Hunde-Badetag im Lindenau-Bad in Hanau-Großauheim vertreten.

Vom Eintrittspreis ging jeweils 1,00 € als Spende an das Hanauer Tierheim.

Die Spende der Hanau Bäder GmbH in Höhe von EUR 738,70 wurde am 30.11.2018 durch Herrn Bürgermeister Weiss-Thiel und Herrn Weier an das Tierheim Hanau übergeben.

Wir freuen uns schon darauf auch im Jahr 2019 wieder als Partner der HanauBäder GmbH am Hunde-Badetag teilzunehmen.

Bei der Scheckübergabe waren anwesend (von links) Vertr. Futterhaus, Corinna Wink, Tierheim Gelnhausen, Holger Roche, leitender Schwimmmeister, Uwe Weier, Hanau Bäder GmbH, Petra Elian und Ursula Botzum,  Tierschutzverein Hanau u. U. e. V., Marion Dragoman, Tierheim Hanau, Bürgermeister Axel Weiss-Thiel.


An zwei Tagen in der Woche keine GassiGehZeiten im Tierheim Hanau - warum:

Seit Kurzem trainieren unsere Hunde mit Hundetrainer Chris Deschl. Er ist 2 mal im Monat bei uns im Tierheim  und arbeitet mit unseren Hunden und wir (das Team des Tierheim Hanau) knüpfen daran an, damit unsere Schützlinge auf ein neues, besseres  Leben vorbereitet werden. 

Chris Deschl

  • Canis Studium 2014 – 2017
  • Mitarbeit im Hundezentrum Odenwald
  • Mitarbeit im Hundezentrum Mittelfranken
  • Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen
  • Dozent für den Landestierschutzverband Hessen
  • Mitglied im Berufsverband zertifizierter Hundetrainer e.V. (BVZ)
  • Erlaubnis nach § 11(1) Satz 1 Nr. 8f TierSchG durch das Veterinäramt Reichelsheim erteilt

Aktuelle Informationen zum Taubenhaus am Hanauer Hafen

Der Jahresbericht 2018 zum Taubenhaus am Hanauer Hafen liegt nun vor. Nähere Info´s erhalten Sie hier

>>> Jahresbericht 2018

Besuchen Sie auch unsere Seite zum Thema Stadttauben


Suchen Sie noch ein Weihnachtsgeschenk ? Das ideale Geschenk für einen Tierfreund

In ihren Geschichten erzählt die hessische Tierschützerin Anja Griesand von ihren Erlebnissen mit Tieren und Menschen – lustigen und traurigen, überraschenden und bewegenden. Darin geht es oftmals um die Rettung sonst chancenloser Hunde, besonders von den Kanarischen Inseln, auch um ihre Vermittlung in Deutschland und das Glück, mit ihnen leben zu dürfen. Bewusst wird auf die Schilderung schlimmer Erlebnisse im Tierschutzalltag verzichtet.

Immer versteht es die Autorin, auf ihre ganz eigene Art, den Leser mit in die Geschichten einzubeziehen und ihm das Geschehen vor Augen zu führen. Er wird lachen, vielleicht auch weinen, doch stets mitfühlen und miterleben, denn die Geschichten wurden mit viel Herzblut geschrieben, und nebenbei wird er viel über engagierten ehrenamtlichen Tierschutz und einfühlsamen Umgang mit den Tieren erfahren. Ausgewählte Zitate und zahlreiche Fotos runden die authentischen Geschichten dieser engagierten Tierfreundin ab.

Bücher, die man am liebsten in einem Zug lesen möchte -  Tierschutzgeschichtenbücher der besonderen Art!

In ihrem Buch „Dingo der australische Seelenhund“ erzählt Anja Griesand die Geschichte von „Cowboy“ aus dem Tierheim Hanau.

Mit dem Kauf der Bücher unterstützen Sie die Tierschutzarbeit der Autorin.

Über die Autorin:

Für Anja Griesand, Jahrgang 1966, ist seit frühester Jugend die Liebe zu Tieren und die bedingungslose Bereitschaft, ihnen beizustehen, ein prägendes Moment in ihrem Leben. Seit der Begegnung mit örtlichen Tierschützern 1984 ist sie mit Leib und Seele ehrenamtlich im Tierschutz engagiert. Mitte der neunziger Jahre kam dann der Auslandstierschutz zum deutschen Tierschutz hinzu. Ein Schwerpunkt ihres Engagements ist die Rettung von Hunden aus den Tötungsstationen der Kanarischen Inseln, besonders Fuerteventuras. Neben ihren beeindruckenden, sehr persönlichen Tierschutzgeschichten (bisher erschienen: „Corazón heißt Herz“, „Aslak, das Hundemodel“, „Connor, der sanfte irische Riese“, „Dingo, der australische Seelenhund“) veröffentlichte Anja Griesand ein umfangreiches Sachbuch über den Bardino (Majorero Canario), eine alte kanarische Hütehunderasse („Bardino – Hütehund der Kanaren“). Mit ihren Homepages Bardino.de und Bardino-in-Not.de trägt sie wesentlich bei zur internationalen Bekanntheit dieser Rasse, zum Verständnis für sie und zur Rettung vieler Bardinos und ihrer glücklichen Vermittlung. Die Autorin lebt mit ihren beiden Söhnen und ihren Hunden in einem kleinen Dorf im Landkreis Limburg-Weilburg.

Bardino Hütehund der Kanaren - Buchbestellung http://www.bardino.de/Bardino-Buchbestellung/

Tierschutzgeschichten Buchbestellung: https://www.tierschutzgeschichten.de/buchbestellung/

Facebook: https://www.facebook.com/AnjaGriesandAutorin/


Weißt Du, wessen Haut Du trägst?

Pelze, die von Tieren aus China stammen, werden häufig falsch als Pelz anderer Arten deklariert. Man kann also nie sicher sein, wessen Pelz man trägt! Auch Hunde und Katzen müssen ihr Leben für Pelze lassen!!

Daher unsere dringende Bitte: Tragen Sie am besten gar keinen Pelz!!


Neue Informationen

Wir haben die Rubrik Petitionen und unter der Seite Links die Rubrik Tierschutz allgemein aktualisiert


Taubenhaus in der Hanauer City

Liebe Taubenfreund/innen, die Stadt hat uns in Kenntnis gesetzt, dass bislang kein geeigneter Platz für ein Taubenhaus in der Hanauer City gefunden werden konnte. Hintergrund: die Taubenpopulation in der Hanauer Innenstadt ist steigend. Sogenannte "Taubenhäuser" sind tierfreundliche Alternativen, um die Taubenpopulation nachhaltig zu reduzieren (in Taubenhäusern werden die Tauben mit Futter angelockt und zum Brüten animiert. Die Eier werden regelmäßig gegen Attrappen ausgetauscht). Im Hanauer Hafen betreibt der Tierschutzverein Hanau seit 2012 sehr erfolgreich ein Taubenhaus.

Wenn es jedoch im privaten Bereich einen geeigneten Standort (in der Hanauer Innenstadt) gäbe, wäre die Stadt Hanau bereit sich an dem Projekt zu beteiligen.

Nun sind wir auf der Suche nach einem Privatier, der uns etwas Geeignetes (ebenerdigen Platz oder auf einem Parkhaus, Flachdach etc.) überlassen würde. Bitte keine "Blindnennung" von Personen: die Personen sollten das Thema kennen und auch mit der Thematik an sich bereits einverstanden sein. Für eine Rückmeldung wären wir sehr dankbar.  

Kontakt und intensive Aufklärung läuft exklusiv über Helma Göbel, c/o Tierschutzverein Hanau und Umgebung e.V., Landstrasse 91/Am Wasserturm, 60454 Hanau. Email: helma.goebel@deutschebahn.com. Telefon ab 20 Uhr: 0160 - 7014098.


Notfallkarten

Diese Karten können das Leben Ihres Tieres retten, wenn Sie dazu nicht in der Lage sein sollten.

Die Notfallkarte für Ihre Brief- oder Handtasche ist gedacht für den Fall, dass Sie in eine Situation geraten, in der Sie sich nicht um Ihre Zuhause gebliebenen Tiere kümmern können. Beim Auffinden der Karte erfahren andere Menschen von Ihren Tieren und können entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten.

Weiterhin gibt es die Notfallkarte für die Wohnungs- und Haustüre. Bei einem Notfall oder eines Brandes sehen die Rettungskräfte sofort, dass in der Wohnung auch Haustiere leben, die gerettet werden müssen.

Vorlagen zum Ausschneiden finden Sie in unserer Tierheim-Zeitung 

Eine Vorlage zum Ausdrucken für Ihre Brief- oder Handtasche finden Sie hier >> Karte zum Ausdrucken

Eine Vorlage zum Ausdrucken für Ihre Wohnungs- und Haustüre finden Sie hier >> Karte zum Ausdrucken


Unterstützung für das Tierheim Hanau

Aufmerksamen Besuchern der Veranstaltungen im Amphitheater in Hanau ist es sicherlich aufgefallen:

Dieses Jahr wird das Tierheim Hanau von der Zahnmedizinpraxis Dr. Höß in Maintal-Dörnigheim unterstützt. Auf diesem Weg ein "Herzliches Dankeschön" aller derzeitigen Bewohner und dem Tierheim-Team !


Es ist geschafft - Katzenschutzverordnung in Hanau am 10.05.2018 in Kraft getreten !

Die Katzenschutzverordnung regelt die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Freigängern - Details finden Sie hier:

>>> Katzenschutzverordnung pdf


Unsere Tiere im Fernsehen und Internet!

*  "Haustier sucht Herz" auf SAT.1 Gold mit Jochen Bendel und unserem Wood

    >> zur Sendung

*  Neue Folge der "Pfotenhilfe" mit Claudia Ludwig aus dem Tierheim Hanau

    >> zur Sendung


Was tun, wenn Ihr Tier entlaufen ist?

Ist Ihr Tier entlaufen, und blieb die Suche in der näheren Umgebung erfolglos, wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle und an das Tierheim.

Sollte das Tier weiterhin verschwunden bleiben, machen Sie Aushänge in Supermärkten, bei Tierärzten  oder Tierpensionen. Unter „www.tasso.net“ gibt es auch Vorlagen für Suchplakate und Vermisstenmeldungen. Selbstverständlich können Sie auch einen Beitrag über Ihren Facebook-Account erstellen und teilen.

Veröffentlichen Sie dabei unbedingt Details über die Art des Tieres, Rasse, besondere Merkmale und möglichst ein Bild.  Ist ihr Tier besonders ängstlich oder scheu sollten Sie auch das erwähnen. Vergessen Sie nicht mitzuteilen, wie man Sie erreichen kann. Gut zu wissen ist außerdem, wann und wo das Tier entlaufen ist. 

Denken Sie im Vorfeld daran, ihrem Tier einen Mikrochip zu implantieren und es  bei „Tasso e. V.“ oder unter „Registrier Dein Tier“ auch zu registrieren. Der Chip alleine ist nicht ausreichend! Sie erleichtern den Tierheimen und den Polizeidienststellen durch die Registrierung die Suche.

Wenn Sie zusätzlich das Halsband mit einer Hülse versehen, in der sich Ihre Telefonnummer  und der Name ihres Tieres befinden, kann ein Finder schnell und unkompliziert Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Bitte vergessen Sie nicht, alle Helfer und Organisationen zu informieren, wenn Ihr Tier gefunden wurde.

Wir wünschen Ihnen, dass Ihr Tier wieder wohlbehalten nach Hause kommt!

Ihr Tierheim Hanau und der Tierschutzverein Hanau u. U. e. V.


Wer nimmt das Tier auf?

Sie müssen Ihr Tier abgeben und wohnen in Mühlheim? Sie haben ein Tier gefunden in Steinheim und möchten es ins Tierheim bringen?

Dann stellt sich die Frage: Wer ist zuständig?

Nachfolgende Tabelle gibt Auskunft über die Einzugsgebiete der umliegenden Tierheime

>> Tabelle


112 ...

... Schweine pro Minute wurden im ersten Halbjahr 2016 in Deutschland geschlachtet. Das sind 58,9 Millionen Schweine in einem Jahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2016).

Haben wir uns schon einmal Gedanken gemacht, wo und wie diese Tiere leben, bis sie "schlachtreif" sind?

Nach ihrem Motto "Wer das Leid der Tiere mindern will, muß es für die Menschen sichtbar machen", haben drei Recherche-Aktivist/innen der Organisation Animal Rights Watch e. V. (ARIWA) im Juni und Juli 2013 heimlich in einer Schweinezucht und -mast in Sachsen-Anhalt Videoaufnahmen vom Leid der Tiere angefertig mit dem Ziel, die Zustände zu veröffentlichen und so den nötigen Druck für eine staatliche Verfolgung aufzubauen. Dafür wurden sie wegen Hausfriedensbruch angeklagt.

Am 26.09.2016 endete der Prozess mit einem Freispruch nach §34 StGB „Rechtfertigender Notstand". Die Richterin des Amtsgerichts Haldensleben sah das Rechtsgut Tierschutz in der Schweinezucht und -mast-Anlage mit 63.000 Tieren in einer Art verletzt, die den begangenen Hausfriedensbruch der drei Aktiven rechtfertigte.

Lesen Sie nachfolgend die bewegende Einlassung des freigesprochenen Rechercheaktivisten Erasmus Müller von der Organisation Animal Rights Watch e. V.:

 

„Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren, ich weiß nicht, ob Sie das kennen: Sie wachen nachts auf, wälzen sich schlaflos in irgendwie unbequemen Kissen, die Matratze ist zu hart oder zu weich, die Luft im Raum kommt Ihnen stickig vor, ein bisschen Durst haben Sie auch, und durchs gekippte Fenster dringt Lärm von draußen. Was hilft? Aufstehen und trinken? Das Fenster schließen? Die Kissen neu aufschütteln? Oder mal das Bein in die andere Richtung abspreizen?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber spätestens in diesem Moment ist es für mich mit dem Schlaf endgültig vorbei, denn dann fällt mir ein, in welcher Situation im selben Augenblick die Tiere stecken, die wir vielleicht im Laufe dieses Prozesses noch auf Aufnahmen sehen werden. Meine Matratze ist zu hart? Ich kann es ja mal auf Betonspaltenboden versuchen. Die Luft ist stickig? Vielleicht merke ich das nicht mehr, wenn mir das Ammoniak aus meiner offenen Fäkaliengrube unterm Bett in die Nase steigt. Die Nachbarn machen zu viel Krach? Viel Spaß bei dem Versuch, die fünfhundert Schweine in den anderen Buchten und Kastenständen daran zu hindern. Die Arme ausstrecken, ein Bein anders abwinkeln? Oh, ich stecke ja in einem körperengen Käfig, da muss ich mich zwischen Arm ausstrecken und zum Schlafen hinlegen schon entscheiden.

Wir Menschen differenzieren unseren Alltag völlig zurecht in einer wunderbaren Weise. Möchte ich heute Mittag wieder bei meinem Lieblingsitaliener essen oder ist mir zur Abwechslung mal nach Chinesisch? Am Badesee noch etwas in der Sonne liegen oder ein zweites Mal ins Wasser? Lieber mal einen Abend alleine gemütlich im Sessel verbringen, mit Freundinnen ausgehen oder mit dem kleinen Neffen telefonieren? Bin ich in der Stadt noch zufrieden, oder will ich doch endlich aufs Land ziehen?

Klar haben Schweine andere Bedürfnisse und eine andere Wahrnehmung als Menschen. Aber im Prinzip wollen, da bin ich mir absolut sicher, auch Schweine ihr Leben in jeder Minute nach ihren eigenen inneren Bedürfnissen gestalten. Ein kurzer Gedanke an die mit den Hausschweinen verwandten Wildschweine reicht, um sich das vor Augen zu führen: Was essen? Wo aufhalten? Sich mit wem umgeben? Welcher Tätigkeit nachgehen?

Jetzt stellen Sie sich vor, ein wahnsinniger Diktator befiehlt Ihnen, dass ab jetzt nur noch beim Italiener gegessen wird, jeder nur noch einmal pro Tag ins Wasser springen darf, abends muss stets eine Partie Monopoly gespielt werden, Ihre Eltern kriegen Sie nur noch zweimal im Jahr zu sehen und die Stadt, in der Sie leben müssen, wird Ihnen per Lotterie zugelost. Würden Sie da nicht auf die Barrikaden gehen? Und das ist noch nicht annähernd die monotone, triste Alltagshölle, die wir Abermillionen Schweinen in Anlagen wie Sandbeiendorf als sogenanntes "Leben" aufzwingen.

Und während wir Menschen noch über Becks oder Krombacher, über Chianti oder Bordeaux in uns reinhorchen, während wir in diesen Minuten hier im Gerichtssaal über Recht und Gerechtigkeit nachdenken, stehen in Sandbeiendorf immer noch tausende von Sauen in Kastenständen. Jede einzelne Sekunde. Jeden einzelnen langen Atemzug. Jede einzelne Minute, und Stunde, und endlosen Tag. Seit unseren Aufnahmen von 2013 und seit lange davor. Einige der Sauen von damals sind noch am leben. Alles, was Sie, wertes Gericht, seit 2013 gemacht und getan haben, all diese zahllosen Erlebnisse und Entscheidungen – währenddessen vegetieren immer noch dieselben Tiere, die Sie auf unseren Aufnahmen sehen, abwechselnd in körperengen Käfigen und verkoteten Betonbuchten vor sich hin.

Ich weiß, dass es wirkt, als würde ich am Thema vorbeireden. Hier stehe ich wegen Hausfriedensbruch vor Gericht und nicht etwa die Tierhaltung in Deutschland wegen unmenschlicher Grausamkeit. Aber würden Sie das auch so sehen, wenn Sie zufällig nicht als Sie selbst, sondern als Sau nach Sandbeiendorf geboren worden wären? Klar, dann würden Sie von all dem hier nichts wissen und verstehen. Aber als die, die Sie jetzt sind, Hand aufs Herz: Wären Sie nicht froh, wenn nach einem fiktiven Rollentausch mit der Kastenstandssau dieses Gericht die unfassbare physische und psychische Belastung, der Sie ausgesetzt sind, in seiner Abwägung berücksichtigt? In der Abwägung darüber, welche Rechtsgüter hier miteinander kollidiert sind? Wie gravierend der Schaden auf der jeweiligen Seite ist? Und ob das, was wir Angeklagten getan haben – lediglich abzubilden und öffentlich zu machen, was fühlende Wesen hinter Betonmauern tagein tagaus erdulden müssen – wirklich nach den Gesetzen eines zivilisierten Landes verurteilt werden muss?

Ich würde mir gerne einfach ein schönes Leben machen, in welchem ich nicht nachts durch an Horrorfilme erinnernde Hallen laufe. Ich würde gerne niemandem auf die Füße treten, denn aufgrund meiner Erziehung bereitet mir das Unbehagen. Es beschäftigt mich, dass es Menschen gibt, die mich wegen meiner Filmaufnahmen hassen. Ich möchte gerne mit allen auskommen. Und mich einfach tagsüber meinem durchaus erfüllenden Leben widmen. Wenn mein Gewissen das doch einfach zuließe. Wenn ich bloß nachts wie alle anderen die Existenz der Tiere hinter den Betonmauern verdrängen, die Augen der zahllosen Schweine, die in meine geblickt haben, vergessen könnte.

Bis mir das gelingt, arbeite ich halt an der Alternative: Dass wir Menschen eines Tages den Kreis unserer Empathie so weit ausgeweitet haben, dass wir selbstverständlich auch anderen fühlenden Tieren ihr Leben so lassen, wie sie es eben selbst führen möchten. Vielleicht muss dann schon in der Generation meiner Nichten und Neffen niemand mehr so einer unschönen nächtlichen Beschäftigung nachgehen wie ich. Vielleicht können wir dann alle nachts einfach schlafen. Ich bin guter Dinge, dass es dann auch bei mir mit simplem Kissenaufschütteln getan sein wird.”

Das Gericht entschied zugunsten der RechercheaktivistInnen und sprach alle drei, nach §34 StGB „Rechtfertigender Notstand", frei. Hintergründe zum Prozess:







 

Eine große Bitte an alle unsere Mitglieder!

Um sicherzustellen, dass unsere jährlich erscheinende Zeitung und andere Infopost auch ankommt, bitten wir alle, bei denen sich der Nachname (z.B. durch Heirat) oder die Adresse (durch Umzug) geändert hat, uns dies zeitnah mitzuteilen.

Vielen Dank!

 

© Tierschutzverein Hanau und Umgebung e.V. - 2015 - Wir sind Mitglied im Deutschen Tierschutzbund und Landestierschutzverband Hessen