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Wichtige Termine aus Tierschutzverein und Tierheim

  • Einmal im Monat findet der Tierheimstammtisch für unsere aktiven Mitglieder statt. Ort: Das Clubhaus, Parkpromenade 10 (Anfahrt über Kesselstädter Straße), 63454 Hanau. Nächster Termin: 14. August 2017 ab 19.30 Uhr.
  • In der Rubrik 'Gassigeher' finden Sie Informationen über unsere Gassigeher-Schulung.  Nächster Termin: 26. August 2017 um 14.30 Uhr
  • Die Jugendgruppe trifft sich am 30. Juli 2017 um 9.00 Uhr im Tierheim.

Tierheimleiter/in ab sofort gesucht!

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Tierheimleiter/in in Vollzeitbeschäftigung.

Nähere Informationen finden Sie hier >>


Was tun, wenn Ihr Tier entlaufen ist?

Ist Ihr Tier entlaufen, und blieb die Suche in der näheren Umgebung erfolglos, wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle und an das Tierheim.

Sollte das Tier weiterhin verschwunden bleiben, machen Sie Aushänge in Supermärkten, bei Tierärzten  oder Tierpensionen. Unter „www.tasso.net“ gibt es auch Vorlagen für Suchplakate und Vermisstenmeldungen. Selbstverständlich können Sie auch einen Beitrag über Ihren Facebook-Account erstellen und teilen.

Veröffentlichen Sie dabei unbedingt Details über die Art des Tieres, Rasse, besondere Merkmale und möglichst ein Bild.  Ist ihr Tier besonders ängstlich oder scheu sollten Sie auch das erwähnen. Vergessen Sie nicht mitzuteilen, wie man Sie erreichen kann. Gut zu wissen ist außerdem, wann und wo das Tier entlaufen ist. 

Denken Sie im Vorfeld daran, ihrem Tier einen Mikrochip zu implantieren und es  bei „Tasso e. V.“ oder unter „Registrier Dein Tier“ auch zu registrieren. Der Chip alleine ist nicht ausreichend! Sie erleichtern den Tierheimen und den Polizeidienststellen durch die Registrierung die Suche.

Wenn Sie zusätzlich das Halsband mit einer Hülse versehen, in der sich Ihre Telefonnummer  und der Name ihres Tieres befinden, kann ein Finder schnell und unkompliziert Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Bitte vergessen Sie nicht, alle Helfer und Organisationen zu informieren, wenn Ihr Tier gefunden wurde.

Wir wünschen Ihnen, dass Ihr Tier wieder wohlbehalten nach Hause kommt!

Ihr Tierheim Hanau und der Tierschutzverein Hanau u. U. e. V.


Wer nimmt das Tier auf?

Sie müssen Ihr Tier abgeben und wohnen in Mühlheim? Sie haben ein Tier gefunden in Steinheim und möchten es ins Tierheim bringen?

Dann stellt sich die Frage: Wer ist zuständig?

Nachfolgende Tabelle gibt Auskunft über die Einzugsgebiete der umliegenden Tierheime

>> Tabelle


Wiedereröffnung der Freßnapf-Filiale in Hanau-Großauheim

Anläßlich der Wiedereröffnung der Freßnapf-Filiale in Hanau-Großauheim, Benzstrasse, war der Tierschutzverein Hanau u. U. e. V. mit einem Informationsstand sowie Kaffee und Kuchen vertreten. 

Freßnapf lud zur Teilnahme am Glücksrad ein, bei dem es viele tolle, von Freßnapf gespendete, Preise gab. Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie den Spenden der Besucher ging komplett an den Tierschutzverein Hanau. Insgesamt kam so ein Betrag von rund 700,00 € zusammen, über den sich unsere Schützlinge freuen dürfen.

Wir bedanken bei den Freßnapf-Mitarbeiter für ihren tollen Einsatz und die Möglichkeit, unser Tierheim in ihrer Filiale präsentieren zu dürfen nochmals ganz herzlich!



"Markt der Möglichkeiten" am Forum Hanau

Der Tierschutzverein Hanau/das Tierheim Hanau beteiligte sich heute am "Markt der Möglichkeiten" in Hanau.

Ursula Botzum, Marilyn Burdick und Helma Göbel stellten dort Interessierten die Arbeit des Tierschutzvereins und Tierheims vor und warben damit um ehrenamtliche Unterstützer.


Neuer Vorstand des Tierschutzvereins Hanau und Umgebung e. V.

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 12. Mai 2017 haben die Mitglieder des Tierschutzvereins Hanau und Umgebung e. V. ihren neuen Vorstand gewählt. Dabei wurden Petra Elian (1. Vorsitzende), Ursula Botzum (2. Vorsitzende), Helma Göbel (Schriftführerin) und Michaela Jagusch (Kassenwartin) mit großer Mehrheit wieder gewählt. Als Beisitzer wurden Martina Frank und Wolfgang Wollanek gewählt. Sie lösen Waltraud Fohrer und Joachim Meissner ab, die nicht erneut zur Wahl angetreten sind.

Der Vorstand bedankt sich bei seinen Mitgliedern ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen!

v. links: H. Goebel, M. Frank, W. Wollanek, P. Elian, M. Jagusch und U. Botzum

Weinfest

Am 13. Mai 2017 war das Tierheim mit einem Stand auf dem Weinfest an der Reinhardskirche in Hanau-Kesselstadt vertreten.


Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes

Mit der Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ helfen der Deutsche Tierschutzbund und seine Mitgliedsvereine auch in diesem Jahr wieder bei der Unterbringung von Heimtieren während der Urlaubszeit.

Die Tierschutzvereine vermitteln dabei zwischen Tierbesitzern, die sich im Wechsel um ihre Lieblinge kümmern. Die Aktion startet am 3. April und läuft bis 10. September 2017. Unterstützt wird die Urlaubsaktion erneut von den Marken Whiskas und Pedigree, die sich seit vielen Jahren als Partner engagieren.

„Bereits seit 23 Jahren ist die Urlaubsaktion eine Lösung für diejenigen, die ihr Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen können“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Zusammen mit unseren angeschlossenen Tierschutzvereinen bieten wir Tierhaltern mit der Aktion ganz konkrete Unterstützung bei der Unterbringung ihres Tieres an.“

Hintergrund der Aktion ist, dass nach wie vor viele Tiere bei der Urlaubsplanung schlichtweg vergessen werden. Viele landen dann im Tierheim oder werden im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt. Für die Tierheime sind die Belastungen während der Sommerzeit daher besonders hoch. Die Tierschützer wollen dem entgegenwirken, indem sie Tierfreunde zusammenbringen, die sich im Wechsel um ihre Tiere kümmern. Auch Menschen, die selbst kein Tier haben, können vorübergehend eines betreuen – die notwendige Erfahrung sollte natürlich vorhanden sein. Wer sich als Frauchen oder Herrchen auf Zeit anbieten will oder einen Betreuer für sein Tier sucht, kann ab dem 3. April über die Urlaubs-Hotline des Deutschen Tierschutzbundes (Telefon: 0228-60496-27) erfahren, welcher Verein sich aus der eigenen Region an der Aktion beteiligt. Die örtlichen Tierschutzvereine vermitteln dann die Kontakte zu den anderen Tierfreunden.

Unterstützung bei der Reiseplanung mit Tier. Wer sein Tier mit in den Urlaub nehmen möchte, muss einige Dinge im Voraus in Betracht ziehen und rechtzeitig planen. Für einige Reiseländer gelten etwa Ausnahme- und Übergangsregelungen. Das Team am Beratungstelefon hilft daher auch bei Fragen rund um die Reiseplanung. Nützliche Tipps finden sich zudem im Faltposter „Tier und Urlaub“, das der Deutsche Tierschutzbund mit Unterstützung von Whiskas und Pedigree herausgegeben hat. Dieses ist bei den Tierschutzvereinen und beim Deutschen Tierschutzbund kostenfrei erhältlich.

Urlaubs-Hotline: 0228-60496-27 (3.4. bis 10.9.2017, Mo.-Do.: 9.00 bis 17.00 Uhr, Fr.: 10.00 bis 16.00 Uhr)

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund)


Endlich ist es soweit: Cora fährt in ihr neues Zuhause!!


Der Frühling kann kommen!

Unser Tierpfleger Daniel Gimbel hat den Eingangsbereich des Tierheims frühlingsgemäß bepflanzt und gestaltet!


Herzlichen Dank!

Großzügige Tierfreunde haben für uns Artikel von unserer Wunschliste beim Tierschutz-Shop eingekauft und uns gespendet! Ende März haben wir nun die Lieferung all dieser nützlichen Dinge erhalten (s. Fotos).

Wir bedanken und ganz herzlich im Namen unserer Tiere!


Frühlingserwachen - Gefahr für Winterschläfer!

Die Winterschläfer erwachen bei diesem schönen Frühlingswetter, und auch alle fleißigen Gärtner in Hausgärten und Grünanlagen legen los. Leider immer wieder mit Fadenmähern und Freischneidern.

Da sie gedankenlos auch unter überhängenden Büschen mähen, verletzen sie oft Igel. Bei den bodenlebenden Tieren entzünden sich die Wunden schnell. Bei der zunehmenden Wärme kommen dann die Schmeißfliegen auf den Plan, legen in die Wunden ihre Eier, und die ausschlüpfenden Maden fressen die Igel förmlich von innen auf.

Daher bitte Vorsicht bei Gartenarbeiten mit Fadenmähern, aber auch beim Kompostumsetzen!

Weitere Vorsichtsmaßnahmen: Kein Gift im Garten, Kellerschächte bitte abdecken und bei Teichen mit steil abfallenden Rändern bitte eine Ausstiegshilfe für hineingefallene Tiere anbringen.

Vielen Dank!


Notfallkarte

Wir möchten Ihnen hier unsere neue Notfallkarte vorstellen. Diese Karte kann das Leben Ihres Tieres retten und sollte immer mitgeführt werden.

Die Notfallkarte ist gedacht für den Fall, dass Sie in eine Situation geraten, in der Sie sich nicht um Ihre Zuhause gebliebenen Tiere kümmern können. Beim Auffinden der Karte, z. B. in Ihrer Brief- oder Handtasche, erfahren andere Menschen von Ihren Tieren und können entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten.

Eine Vorlage zum Ausschneiden finden Sie in unserer neuen Tierheim-Zeitung, die im April 2017 erscheinen wird.

Eine Vorlage zum Ausdrucken finden Sie hier >> Karte zum Ausdrucken


Stadtrundgang in Hanau zur Aufnahme verletzter Tauben

Bei strahlendem Sonnenschein durchstreiften am Sonntag-Vormittag, dem 26.2., Tierschützer vom Tierheim Hanau/TSV Hanau die Hanauer Innenstadt, um nach verletzten Tieren (Tauben) Ausschau zu halten.

Es handelte sich dabei um keine Fangaktion (Tiere, die wegfliegen, werden nicht gejagt und gefangen), sondern es ging nur darum, die ganz bedauernswerten verletzten Tiere, die auch nicht mehr flüchten, einzufangen und in ärztliche Obhut zu geben bzw. wenn keine Aussicht auf Genesung und ein lebenswertes Taubenleben mehr besteht, als letztes Mittel diese Tiere dann auch "einzuschläfern".


Sendung "Pfotenhilfe" aus dem Tierheim Hanau

Moderatorin Claudia Ludwig und ihr Team waren am 02. Dezember 2016 mit ihrer Sendung 'Pfotenhilfe' bei uns im Tierheim.

>> zu den Sendungen


Der Bart ist ab!

Eine tolle Idee: 40,00 €, die er sonst für die Pflege seines Bartes verwendet hätte, wollte Tarik Ahmetspahic für einen guten Zweck ausgeben. Also wurde der Bart abrasiert und weitere 40,00 € 'draufgepackt'. Für diesen Betrag kauften Tarik und sein Freund Vincent Brendel Futter für unsere Tiere und brachten es uns am Samstag, den 10.12.16, ins Tierheim!

Herzlichen Dank im Namen unserer Tiere für diese ausgefallene und großzügige Spende!

von links: Vincent, Laura und Tarik

Weißt Du, wessen Haut Du trägst?

Pelze, die von Tieren aus China stammen, werden häufig falsch als Pelz anderer Arten deklariert. Man kann also nie sicher sein, wessen Pelz man trägt! Auch Hunde und Katzen müssen ihr Leben für Pelze lassen!!

Daher unsere dringende Bitte: Tragen Sie am besten gar keinen Pelz!!


Qualvoller Tod in Spikes - tote Tauben in Hanau

Aufmerksame Fußgänger haben diese Fotos in der Stadt Hanau in der Hammerstrasse und in der Nürnbergerstrasse gemacht: Qualvoll sind hier Tauben in Spikes, die der Taubenabwehr (Vergrämung) - nicht der Tötung oder Verletzung dienen - zu Tode gekommen (Tauben sollen mit Hilfe der Spikes ferngehalten werden).

Immer wieder warnen Tierschützer vor diesen - leider erlaubten - Vergrämungsmethoden. Die Spikes sind in der Regel rasiermesserklingenscharf und können auch nach Anbringung, welche nur von Fachleuten gemacht werden sollte, sehr schwer gereinigt werden - wenn dies überhaupt möglich ist.

Wir weisen wieder darauf hin, dass die einzige tierfreundliche Methode, die sich derzeit im Einsatz befindet, der Betrieb von Taubenhäusern ist (hier werden die Tiere angelockt, angefüttert und die Gelege werden gegen Attrappen ausgetauscht). Dies ist ganz deutlich in unserem Vorzeigeprojekt im Hanauer Hafen zu beobachten - hier konnte innerhalb von 4 Jahren die Population um fast 50% reduziert werden.


Taubenhaus Hanau Hafen - Ergebnisbericht 2012 - 2016

Für das Taubenhaus Hanau Hafen liegen nun die Zahlen zum Ergebnisbericht 2012 bis 2016 vor.

>> Ergebnisbericht


Tierheime sind wichtig, ...

Anläßlich des Welttierschutztages am 04. Oktober 2016 rief der Deutsche Tierschutzbund Tierheime zu einer Facebook-Aktion auf, die zeigen sollte, was Tierheime für die Gesellschaft bedeuten und wie wichtig sie sind. In diesem Zusammenhang sollten Fotos mit kurzen Statements eingeschickt werden.

Auch das Tierheim Hanau war mit einem Beitrag dabei!

Weitere Bilder dieser Serie finden Sie im Facebook-Album.


112 ...

... Schweine pro Minute wurden im ersten Halbjahr 2016 in Deutschland geschlachtet. Das sind 58,9 Millionen Schweine in einem Jahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2016).

Haben wir uns schon einmal Gedanken gemacht, wo und wie diese Tiere leben, bis sie "schlachtreif" sind?

Nach ihrem Motto "Wer das Leid der Tiere mindern will, muß es für die Menschen sichtbar machen", haben drei Recherche-Aktivist/innen der Organisation Animal Rights Watch e. V. (ARIWA) im Juni und Juli 2013 heimlich in einer Schweinezucht und -mast in Sachsen-Anhalt Videoaufnahmen vom Leid der Tiere angefertig mit dem Ziel, die Zustände zu veröffentlichen und so den nötigen Druck für eine staatliche Verfolgung aufzubauen. Dafür wurden sie wegen Hausfriedensbruch angeklagt.

Am 26.09.2016 endete der Prozess mit einem Freispruch nach §34 StGB „Rechtfertigender Notstand". Die Richterin des Amtsgerichts Haldensleben sah das Rechtsgut Tierschutz in der Schweinezucht und -mast-Anlage mit 63.000 Tieren in einer Art verletzt, die den begangenen Hausfriedensbruch der drei Aktiven rechtfertigte.

Lesen Sie nachfolgend die bewegende Einlassung des freigesprochenen Rechercheaktivisten Erasmus Müller von der Organisation Animal Rights Watch e. V.:

 

„Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren, ich weiß nicht, ob Sie das kennen: Sie wachen nachts auf, wälzen sich schlaflos in irgendwie unbequemen Kissen, die Matratze ist zu hart oder zu weich, die Luft im Raum kommt Ihnen stickig vor, ein bisschen Durst haben Sie auch, und durchs gekippte Fenster dringt Lärm von draußen. Was hilft? Aufstehen und trinken? Das Fenster schließen? Die Kissen neu aufschütteln? Oder mal das Bein in die andere Richtung abspreizen?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber spätestens in diesem Moment ist es für mich mit dem Schlaf endgültig vorbei, denn dann fällt mir ein, in welcher Situation im selben Augenblick die Tiere stecken, die wir vielleicht im Laufe dieses Prozesses noch auf Aufnahmen sehen werden. Meine Matratze ist zu hart? Ich kann es ja mal auf Betonspaltenboden versuchen. Die Luft ist stickig? Vielleicht merke ich das nicht mehr, wenn mir das Ammoniak aus meiner offenen Fäkaliengrube unterm Bett in die Nase steigt. Die Nachbarn machen zu viel Krach? Viel Spaß bei dem Versuch, die fünfhundert Schweine in den anderen Buchten und Kastenständen daran zu hindern. Die Arme ausstrecken, ein Bein anders abwinkeln? Oh, ich stecke ja in einem körperengen Käfig, da muss ich mich zwischen Arm ausstrecken und zum Schlafen hinlegen schon entscheiden.

Wir Menschen differenzieren unseren Alltag völlig zurecht in einer wunderbaren Weise. Möchte ich heute Mittag wieder bei meinem Lieblingsitaliener essen oder ist mir zur Abwechslung mal nach Chinesisch? Am Badesee noch etwas in der Sonne liegen oder ein zweites Mal ins Wasser? Lieber mal einen Abend alleine gemütlich im Sessel verbringen, mit Freundinnen ausgehen oder mit dem kleinen Neffen telefonieren? Bin ich in der Stadt noch zufrieden, oder will ich doch endlich aufs Land ziehen?

Klar haben Schweine andere Bedürfnisse und eine andere Wahrnehmung als Menschen. Aber im Prinzip wollen, da bin ich mir absolut sicher, auch Schweine ihr Leben in jeder Minute nach ihren eigenen inneren Bedürfnissen gestalten. Ein kurzer Gedanke an die mit den Hausschweinen verwandten Wildschweine reicht, um sich das vor Augen zu führen: Was essen? Wo aufhalten? Sich mit wem umgeben? Welcher Tätigkeit nachgehen?

Jetzt stellen Sie sich vor, ein wahnsinniger Diktator befiehlt Ihnen, dass ab jetzt nur noch beim Italiener gegessen wird, jeder nur noch einmal pro Tag ins Wasser springen darf, abends muss stets eine Partie Monopoly gespielt werden, Ihre Eltern kriegen Sie nur noch zweimal im Jahr zu sehen und die Stadt, in der Sie leben müssen, wird Ihnen per Lotterie zugelost. Würden Sie da nicht auf die Barrikaden gehen? Und das ist noch nicht annähernd die monotone, triste Alltagshölle, die wir Abermillionen Schweinen in Anlagen wie Sandbeiendorf als sogenanntes "Leben" aufzwingen.

Und während wir Menschen noch über Becks oder Krombacher, über Chianti oder Bordeaux in uns reinhorchen, während wir in diesen Minuten hier im Gerichtssaal über Recht und Gerechtigkeit nachdenken, stehen in Sandbeiendorf immer noch tausende von Sauen in Kastenständen. Jede einzelne Sekunde. Jeden einzelnen langen Atemzug. Jede einzelne Minute, und Stunde, und endlosen Tag. Seit unseren Aufnahmen von 2013 und seit lange davor. Einige der Sauen von damals sind noch am leben. Alles, was Sie, wertes Gericht, seit 2013 gemacht und getan haben, all diese zahllosen Erlebnisse und Entscheidungen – währenddessen vegetieren immer noch dieselben Tiere, die Sie auf unseren Aufnahmen sehen, abwechselnd in körperengen Käfigen und verkoteten Betonbuchten vor sich hin.

Ich weiß, dass es wirkt, als würde ich am Thema vorbeireden. Hier stehe ich wegen Hausfriedensbruch vor Gericht und nicht etwa die Tierhaltung in Deutschland wegen unmenschlicher Grausamkeit. Aber würden Sie das auch so sehen, wenn Sie zufällig nicht als Sie selbst, sondern als Sau nach Sandbeiendorf geboren worden wären? Klar, dann würden Sie von all dem hier nichts wissen und verstehen. Aber als die, die Sie jetzt sind, Hand aufs Herz: Wären Sie nicht froh, wenn nach einem fiktiven Rollentausch mit der Kastenstandssau dieses Gericht die unfassbare physische und psychische Belastung, der Sie ausgesetzt sind, in seiner Abwägung berücksichtigt? In der Abwägung darüber, welche Rechtsgüter hier miteinander kollidiert sind? Wie gravierend der Schaden auf der jeweiligen Seite ist? Und ob das, was wir Angeklagten getan haben – lediglich abzubilden und öffentlich zu machen, was fühlende Wesen hinter Betonmauern tagein tagaus erdulden müssen – wirklich nach den Gesetzen eines zivilisierten Landes verurteilt werden muss?

Ich würde mir gerne einfach ein schönes Leben machen, in welchem ich nicht nachts durch an Horrorfilme erinnernde Hallen laufe. Ich würde gerne niemandem auf die Füße treten, denn aufgrund meiner Erziehung bereitet mir das Unbehagen. Es beschäftigt mich, dass es Menschen gibt, die mich wegen meiner Filmaufnahmen hassen. Ich möchte gerne mit allen auskommen. Und mich einfach tagsüber meinem durchaus erfüllenden Leben widmen. Wenn mein Gewissen das doch einfach zuließe. Wenn ich bloß nachts wie alle anderen die Existenz der Tiere hinter den Betonmauern verdrängen, die Augen der zahllosen Schweine, die in meine geblickt haben, vergessen könnte.

Bis mir das gelingt, arbeite ich halt an der Alternative: Dass wir Menschen eines Tages den Kreis unserer Empathie so weit ausgeweitet haben, dass wir selbstverständlich auch anderen fühlenden Tieren ihr Leben so lassen, wie sie es eben selbst führen möchten. Vielleicht muss dann schon in der Generation meiner Nichten und Neffen niemand mehr so einer unschönen nächtlichen Beschäftigung nachgehen wie ich. Vielleicht können wir dann alle nachts einfach schlafen. Ich bin guter Dinge, dass es dann auch bei mir mit simplem Kissenaufschütteln getan sein wird.”

Das Gericht entschied zugunsten der RechercheaktivistInnen und sprach alle drei, nach §34 StGB „Rechtfertigender Notstand", frei. Hintergründe zum Prozess:



Taubenprojekt Hanau Hafen


Taubenhaus in der Hanauer City

Liebe Taubenfreund/innen, die Stadt hat uns in Kenntnis gesetzt, dass bislang kein geeigneter Platz für ein Taubenhaus in der Hanauer City gefunden werden konnte. Hintergrund: die Taubenpopulation in der Hanauer Innenstadt ist steigend. Sogenannte "Taubenhäuser" sind tierfreundliche Alternativen, um die Taubenpopulation nachhaltig zu reduzieren (in Taubenhäusern werden die Tauben mit Futter angelockt und zum Brüten animiert. Die Eier werden regelmäßig gegen Attrappen ausgetauscht). Im Hanauer Hafen betreibt der Tierschutzverein Hanau seit 2012 sehr erfolgreich ein Taubenhaus.

Wenn es jedoch im privaten Bereich einen geeigneten Standort (in der Hanauer Innenstadt) gäbe, wäre die Stadt Hanau bereit sich an dem Projekt zu beteiligen.

Nun sind wir auf der Suche nach einem Privatier, der uns etwas Geeignetes (ebenerdigen Platz oder auf einem Parkhaus, Flachdach etc.) überlassen würde. Bitte keine "Blindnennung" von Personen: die Personen sollten das Thema kennen und auch mit der Thematik an sich bereits einverstanden sein. Für eine Rückmeldung wären wir sehr dankbar.  

Kontakt und intensive Aufklärung läuft exklusiv über Helma Göbel, c/o Tierschutzverein Hanau und Umgebung e.V., Landstrasse 91/Am Wasserturm, 60454 Hanau. Email: helma.goebel@deutschebahn.com. Telefon ab 20 Uhr: 0160 - 7014098.






 

Eine große Bitte an alle unsere Mitglieder!

Um sicherzustellen, dass unsere jährlich erscheinende Zeitung und andere Infopost auch ankommt, bitten wir alle, bei denen sich der Nachname (z.B. durch Heirat) oder die Adresse (durch Umzug) geändert hat, uns dies zeitnah mitzuteilen.

Vielen Dank!

 

© Tierschutzverein Hanau und Umgebung e.V. - 2015 - Wir sind Mitglied im Deutschen Tierschutzbund und Landestierschutzverband Hessen